Materialmodellierung

Die Finite-Elemente-Methode ist heutzutage Standard in der Strukturmechanik und aus der Produktentwicklung in vielen Branchen - wie z.B. der Automobilindustrie sowie der Luft- und Raumfahrt - nicht mehr wegzudenken. Abgesehen von den großen Fortschritten der letzten Jahre bietet allerdings hierfür die Simulation des Versagens komplexer Materialien, wie etwa bei CFK, bei Kunststoffen und bei Verbindungselementen, immer noch Lösungsschwierigkeiten. Grund hierfür ist das Auftreten von unterschiedlichsten Einflussgrößen, welche in ihrem Zusammenwirken nicht immer klar dargestellt werden können bzw. wegen der Unschärfe der Problemstellung mit rein analytischen Verfahren nur schwer greifbar sind.

Um dieser Probleme Herr zu werden, setzt ANDATA mit CoMModO (Complex Material Modeling Operations) an. Durch eine Kombination aus der konsequenten Anwendung von SoftComputing-Verfahren, der Interpretation von Materialversagen als Zeitreihenklassifikationsproblem und einem dazupassenden Prozessmodell soll ein einheitlicher, anforderungsgetriebenen Entwicklungsprozess für die effiziente und schnelle Erstellung von komplexen Materialmodellen definiert werden.

Das Projekt CoMModO wurde gemeinsam mit dem Institut für Leichtbau und Strukturbiomechanik der Technischen Universität Wien und der Firma SIMULIA Abaqus Austria GmbH durchgeführt und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft und dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen der Initiative "ModSim Computational Mathematics" unter dem Programm "Forschung, Innovation und Technologie in der Informationstechnologie" unterstützt und 2010 als bestes Projekt der Programmlinie ausgezeichnet.

Weitere Details findet man unter www.commodo.at.