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Was ist neu in der Version 4.0 der ANDATA-Software?

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Die Version 4.0 der ANDATA-Software kommt mit einigen grundlegenden Änderungen und Erweiterungen, welche hier kurz beschrieben werden sollen.

Attribute im Stipulator

Beim Stipulator wurde die komplette interne Datenverarbeitung neu gestaltet. Wesentlichste Änderung dabei ist die Einführung des sogenannten “Attribute-Processing”. Die früheren “Numbers” und “Categories” werden jetzt zu einheitlichen “Attributen” zusammengefasst, welchen man dann individuelle Eigenschaften zuweisen kann. Zusätzlich wird ein neues Attribut “Text” zur näheren Spezifikation eines “Requirements” eingeführt. Genauso gibt es ein "Link"-Attribut, welches die Möglichkeit beinhaltet ein Requirement mit externen Dokumenten zu verlinken. Damit kann man beispielsweise zugehörige Simulationsergebnisse oder Versuchsvideos direkt aus dem Stipulator starten.

Neben rein administrativen Vorteilen können die Attribute auch in der Signal-Verarbeitung verwendet werden. So kann man z.B. mit den Attributen variable, skalare Werte als Input in die Signalverarbeitung einbringen, welche dann beliebig und individuell in der Signalverarbeitung verwendet werden können. Ebenso kann man die Attribut-Werte über dynamische oder statische Signal-Verarbeitungen berechnen und festlegen.

Total-Überarbeitung bzgl. Benutzerfreundlichkeit

Bei sämtlichen Tools wurden alle Dialoge überarbeitet und nach Möglichkeit bedienerfreundlicher gestaltet. Ebenso wurde die Bedienführung weitgehend vereinheitlicht und harmonisiert.

Berechnungsgeschwindigkeit

Alle internen Berechnungen in den verschiedenen Tools wurden nach Möglichkeit auf Berechnungszeiten optimiert. Dazu wird überall, wo dies sinnvoll ist, auf die Parallel Computing Toolbox von MATLAB zugegriffen. Dies gilt sowohl für die Signalverarbeitung und die Datenextraktion im Stipulator wie auch für das Training im Brainer. Auch beim SceneInspector wurde die Parallelisierung weiter verbessert. Die Simulationen können nun einfach auf einen lokales Workstation-Cluster verteilt werden.

Speicherverwaltung

Nicht nur die Berechnung wurde parallelisiert, auch die interne Datenstruktur und Speicherverwaltung wurde neu gestaltet. Speziell im Hinblick auf die Verarbeitung von sehr großen Daten-Mengen (Stichwort BigData), können die Daten in verschiedene Datenblöcke und Dateien aufgeteilt und getrennt verarbeitet werden. Diese Vorgehensweise erleichtert u.a. auch das adaptive Training im Brainer, welches neu implementiert wurde und jetzt im Laufe der folgenden Releases für die verschiedenen Modelle freigeschalten wird.

Expectator

Mit der Version 4.0 wird die vollkommen neu gestaltet Software Expectator verfügbar und mit geliefert. Dabei handelt es sich um ein Programm zur automatisierten Erkennung von Anomalien und Störungen in beliebigen (Signal-)Daten.

Verallgemeinerung der Signalverarbeitung

Die Signalverarbeitung im Stipulator war bisher streng in die drei Sektionen „Raw“, „Basic“ und „Processed“ unterteilt. Diese feste Unterteilung wurde aufgegeben. In zukünftigen Versionen wird man hier beliebige Sektionen definieren und kombinieren können. Das bietet den Vorteil Berechnungen, welche mehrere Verarbeitungsschritte benötigen und ofters wiederverwendet werden, in eine Sektion zusammenfassen zu können. Zukünftig soll es möglich sein, sich diese Sektionen zu speichern und somit in mehreren Signalverarbeitungen die gleiche Sektion zu verwenden. Damit müssen weniger Custom-Signalverarbeitungen erstellt werden, welche den Nachteil hatten, nicht mehr über die GUI editierbar zu sein.

Nicht-äquidistante Zeitreihen

Die Signal Structure-Toolbox kann jetzt auch nicht-äquidistante Zeitreihen einlesen und verarbeiten. Damit lassen sich in Zukunft auch event-basierte Daten sehr viel besser und effizienter bearbeiten und auch in unserem Signal-Structure Format speichern.

Simulation-Engines im SceneInspector

Sowohl die PC-Crash-Engine als auch die VISSIM-Engine des SceneInspectors wurden neu gemacht. Die PC-Crash-Engine nutzt jetzt die Möglichkeiten von PC-Crash 10.0ff. Auch In-the-Loop kann jetzt mehrstufig probabilistisch simuliert werden.

Diverse Funktionserweiterungen

Neben den oben angeführten Themen gibt es eine Reihe weiterer Funktionserweiterungen. U.a. wurden

  • eine Neugestaltung des Dateninterfaces inklusive Behandlung und Einlesen von Attributen durchgeführt,
  • eine neue Importfunktionen zum Einlesen großer Datenbestände implementiert,
  • viele Schnittstellen der internen Funktionen - wie beispielsweise die Konfliktanalyse - umprogrammiert, um diese besser über die User-Schnittstelle ansprechen zu können.


Weitere Details zu den verschiedenen Themen wird man in nachfolgenden Blogs und in den User-Manuals finden.

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